Überbauung Sandgrube, Appenzell
In Zusammenarbeit mit Lukas Imhof Architektur, Zürich
Freiraumgestaltung
Auf Ebene Erdgeschoss mit gewerblicher Nutzung definiert ostseitig eine grosszügige Platzfläche den öffentlichen Raum. Eine durchgehende Belagsfläche vermittelt zwischen Platz und Strassenraum. Gegliedert werden Ankommens- und Aufenthaltsflächen durch Baumtröge bzw. Ausstattungselemente. Aussensitzplätze des Restaurants und Eingangszone werden durch Solitärbäume markiert, die zu Lebendigkeit und Identität des Ortes beitragen.
Der Fassadenabwicklung zum Strassenraum Feldstrasse wird als Grünfilter eine lockere Baumreihe zugeordnet. Sichtbezüge ermöglichen eine visuelle Anbindung zum Quartier. Einzelne Mitarbeiter- und Besucherparkplätze gruppieren sich entlang des Strassenzuges. Weitere Parkplätze sind über die Tiefgarage erschlossen. Blumenrasen und bunten Staudenmischungen schaffen wertvolle, atmosphärisch ansprechende umfliessende Vegetationsflächen.
Dachgarten
Das Appenzellerland als gewachsene Kulturlandschaft ist geprägt von Weilern, einzelnen eingestreuten Häusern und deren umliegenden Wiesen- und Weideland. Die Landschaft ist der die Bauernhäuser umgebende `Garten`. Ein gestalteter einfacher Nutzgarten (Gefieret, Pflanzblätz) befand sich in unmittelbarer Hausnähe. Dieses Element des historischen Garteninventars soll als Zitat zur Gestaltung der Dachfläche des Sockelgeschosses aufgegriffen werden. In eine durchgehende Grünfläche (artenreiche Wiese) fügen sich intarsienartig `Garteninseln`. Diese sind mit unterschiedlichen Themen belegt, bieten den Anwohnern differenzierte Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten. Gärtnern, Spiel und Aufenthalt, Bereiche zur individuellen Aneignung sind zu den `Pflanzblätz` in quadratischem Grundriss angedacht. Informelle Wege führen zu den `Pflanzblätz`. Die Wohnungseingänge sind von einem durchgehenden Laubengang erschlossen. Von da ergeben sich abzweigende einfache Gartenwege, die die Platzflächen miteinander verbinden. Auf leicht modelliertem Terrain tragen Baumgruppen zur Raumbildung bei. Gliedernde Sträucher, Hecken und Staudenflächen schaffen dichte und locker durchgrünte Strukturen, die halböffentliche und private Aussenbereiche entstehen lassen.

